EISENMANGEL – Indikationen, Fakten, Prophylaxe

Von Rittern und Spurenelementen

Ritterrüstungen und Spurenelemente haben auf den ersten Blick und oberflächlich betrachtet recht wenig gemein. Die einen schimmern rostig alt und sind eher zur äußeren Anwendung gedacht, die anderen dagegen klein, unscheinbar und tendenziell dem Inneren zugehörig. Das Element Eisen vereint diesen Gegensatz recht praktisch, denn sowohl im Ritterkleid als auch im Spurenelement findet es seinen gemeinsamen Nenner, der einen einzigartigen Charakter verleiht: Stärke!
„Wer stark sein will, muss Eisen nehmen“ hört sich überzeugend an und erscheint darüber hinaus wie die Rezeptur zum Bau einer Ritterrüstung vor vielen hundert Jahren. Ein Eisenmangel kann komplexe Strukturen schnell zum Einsturz bringen und der menschliche Körper verhält sich bei einem Eisendefizit ganz ähnlich. Schwermut, Kopfschmerzen, Müdigkeit – leidet der Körper unter Eisenmangel, fühlt er sich schwach und ungeschützt an.

Als essenzielles Spuren­element sind zwar nur wenige Milligramm Eisen pro Tag erforderlich, allerdings geben diese insbesondere bei einem längerfristigen Defizit den entscheidenden Impuls. Atmung und Sauerstofftransport, Motivation und Antriebsstärke oder Konzentration und Abwehrkräfte sind wesentliche Fundamente des Lebens, welche die tägliche Eisengabe kontinuierlich erfordern.

Geschmeidig und gestärkt wie eine Ritterrüstung, an der alle Angreifer abprallen, trotzt der Körper jeder Attacke – Eisen und vor allem die richtigen Eisenmengen schützen in vielen Lebenslagen die körperliche Gesundheit und geben den Ausschlag für mehr Sicherheit, Standfestigkeit und Stabilität.

 

Eisen und Eisenmangel

Die effektive Eisenversorgung des Körpers erfordert eine kontinuierliche Zufuhr, die sich am Geschlecht, dem Alter, der Lebenssituation oder an den individuellen Essgewohnheiten orientiert. Fest steht, dass der Körper nicht in der Lage ist, das Spurenelement selbst zu produzieren, weshalb die täglichen Verluste zunächst über die Nahrung ausgeglichen werden. Liegt der Nachschub von Nahrungseisen längerfristig unter dem Bedarf, gerät auch der Körper in eine Eisenmangelsituation, die viele Mechanismen beeinträchtigen oder gänzlich stoppen. Bleibt diese Situation unbeachtet und ändern sich dazu noch die Lebensgewohnheiten, können sehr unterschiedliche Beschwerden auftreten. Dessen Vielfalt reflektiert wie ein Spiegel jene zahlreichen Funktionen des Eisens und zeigt unmissverständlich, dass wichtige Vorgänge im Körper bei einer Unterversorgung nicht mehr verlässlich ablaufen oder gar einen gesundheitsgefährdenden Kurs einschlagen können.

Der Eisenmangel an sich und seine vielgestaltigen Symptome erscheinen zunächst vergleichsweise allgemein, weshalb ein direkter Verdacht auf das Fehlen dieses Spurenelementes unter Umständen erst spät in Erwägung gezogen wird.

Wer denkt schon bei Müdigkeit oder rascher Erschöpfung in Verbindung mit Störungen der Konzentration, Gedächtnisleistung oder Aufmerksamkeit gleich an einen Eisenmangel?

Spezifischer wird es, wenn sich Haarausfall, brüchige Nägel, blasse Haut und eingerissene Mundwinkel dazu gesellen oder eine erhöhte Infektanfälligkeit den Alltag bestimmt. Diese Anzeichen sind typisch für eine Eisenunterversorgung und es sollte gerade bei längerer Beschwerdedauer der Rat eines Arztes hinzugezogen werden.

Wie stellt der Arzt einen Eisenmangel fest?

Den individuellen Eisengehalt und die momentane Eisenversorgung des Körpers kann ausschließlich der Arzt mithilfe einer Blutprobe von einem Labor ermitteln lassen. Dieses Blutbild ist nur dann als verlässlicher und tatsächlicher Istzustand zu bewerten, wenn sowohl die Werte des Ferritins (Speicher-Eisen) als auch des Hämoglobins (Hb-Wert, Blut-Eisen) vorliegen.
Verbraucht der Körper über einen (un)gewissen Zeitraum mehr Eisen, als durch die Nahrung nachgeliefert wird, bezieht er seinen Eisenbedarf zunächst aus dem Speicher, welcher durch den Ferritin-Wert zu bestimmen ist. Anhand des Ferritin-Wertes kann der Arzt feststellen, ob die Eisenvorräte des Körpers bereits angebrochen oder gar verbraucht sind. Ist dieser Wert zu niedrig, liegt vorerst ein Eisenmangel vor.

Die nächste nutzbare Eisenquelle findet sich im Transport-Eisen (dem sog. Transferrin), mit welchem das Eisen durch die Blutbahn von Zelle zu Zelle befördert wird. Eine zu niedrige Transferrinsättigung bedeutet, dass zu wenig Eisen im Körper transportiert wird und damit den Zellen automatisch zu wenig Eisen zur Verfügung steht. Bereits in dieser Unterversorgung werden die körperlichen Symptome ­direkter, sodass eine Reaktion zwingend erforderlich ist.

Der finale Anzeiger des Eisengehaltes im Körper wird mit dem Hämoglobin-Wert (Hb-Wert) angegeben, welcher in letzter Instanz die Konzentration des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) im Blut und somit den Sauerstofftransport aufrechterhält. Ist dieser Wert beständig zu niedrig, liegt eine Anämie vor und es findet sich so gut wie kein Eisen zur Aufrechterhaltung der Funktionen mehr im Körper (Blut­armut).

Die Bestimmung eines Eisenmangels ausschließlich über den Hb-Wert ist im heutigen Praxisalltag zwar gängig und mitunter legitim, verrät jedoch nichts Verbindliches zum tatsächlichen Zustand des Eisens im Körper. Aus diesem Grund ist ein Abbild des Eisenhaushaltes sowohl mit ­Speicher- als auch Blut-Eisen (Ferritin- und Hb-Wert) sinnvoll, denn nur beide Werte zeigen ganzheitlich den Ist-Zustand der Eisenmenge im Körper an.

Eisen und Frauengesundheit

Junge Frauen im gebärfähigen Alter, Schwangere und Stillende benötigen eine höhere Eisenzufuhr als gleichaltrige Männer. Hauptgründe hierfür zeigen sich in der Bedeutung des Eisens für die Blutbildung und den hohen Eisenverlusten mit jeder Regelblutung. Viele Frauen können den erhöhten Bedarf allein über die tägliche Nahrung kaum decken, insbesondere nicht bei vegetarischer oder veganer Ernährung. Auch während diverser Diäten, welche bei Frauen mitunter großes Interesse wecken, haben die Eisenvorräte durchaus das Nachsehen und werden allein über die Nahrung nicht ausreichend gedeckt.

Mangelsituationen gepaart mit ungeeigneter Eisenversorgung können vor allem in der Schwangerschaft proble­matisch werden, denn in dieser Zeit geht es nicht nur um das Wohlergehen der Mutter, sondern primär natürlich um die normale Entwicklung eines gesunden Kindes. In der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Eisen, da Plazenta und Gebärmutter zusätzlich versorgt werden müssen. Außerdem legt der Fötus eigene Eisenspeicher an, weshalb die Zufuhr „für zwei“ einen gesonderten Bedarf verlangt. In Zahlen bedeutet dies während der Schwangerschaft einen absoluten Mehrbedarf an Eisen zwischen 30 und 40 % gegenüber der normalen Tagesdosis.

Der tägliche Speiseplan zeigt sich zumindest theoretisch als beste Grundlage einer rundum guten Eisenversorgung. Um jedoch ein reichliches und zugleich abwechslungsreiches Angebot an Eisen zu liefern, sollte dieser den Empfehlungen für eine ausgewogene sowie gesunde Mischkost entsprechen: bestehend aus reichlich frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Milch und Milchprodukten, aber auch aus Fisch und Fleisch in moderaten Mengen.

Die gesunde Ernährung

Innerhalb der ausgewogenen wie auch gesunden Mischkost findet sich Eisen entweder als pflanzliches (ionisches Eisen) oder tierisches Häm-Eisen, was prinzipiell bedeuten könnte, dass persönliche Vorlieben und Essgewohnheiten hingegen einer harmonischen Eiseneinnahme keine Relevanz spielen. Beachtenswert ist allerdings, dass die Aufnahmewege der Eisenverbindungen in den Körper verschieden sind und es ihm dahingehend wesentlich schwerer fällt, Eisen aus pflanzlichen Quellen aufzunehmen. Die Transportwege in den Körper überschneiden sich an dieser Stelle mit anderen Mineralien und verlangsamen damit den Prozess. Die Eisenaufnahme von Häm-Eisen aus tierischen Quellen ist dagegen bedeutend effektiver, da die Löslichkeit besser und der Resorptionsweg über die Darmzelle um ein vielfaches leichter zu bewältigen ist. Erschwerend dazu wird die pflanzliche Eisenverwertung durch bestimmte Nahrungsbestandteile oder -mittel, wie Ballaststoffen in Getreide, Kaffee, Milch oder Milchprodukten behindert. Diese Tatsachen zeigen einerseits deutlich, dass die Ernährung und speziell die verwendeten Nahrungsquellen einen entscheidenden Faktor zur Aufrechterhaltung eines gesunden Eisenspiegels darstellen. Andererseits wird jedoch klar, wie schwierig eine kontinuierlich gleichbleibende und hochwertige Eisenversorgung ausschließlich über die Nahrung sicherzustellen ist.

Sehr viel und gut verwertbares Eisen findet sich in Schweine­leber, Eigelb oder Blutwurst, aber auch pflanzliche Lebensmittel positionieren sich auf der Rangliste der Eisenlieferanten weit oben. So kommen weiße Bohnen genauso wie Hirse, Cashewkerne und Petersilie, aber auch Vollkorn in die nähere Auswahl. Negativ zu erwähnen ist an dieser Stelle der gleichzeitig durch die Pflanzenteile konsumierte und relativ hohe Anteil an Sekundärstoffen, wie z.B. Phytaten oder Tanninen, welche eigens mit Eisen (aber auch Magnesium und Zink) schwerlöslich und somit schlecht verwertbar sind.

Um die Aufnahme von Eisen in den Körper zu verbessern, sollte eisenhaltige Nahrung darum stets mit Vitamin C-
haltigen Produkten, wie z.B. Orangensaft oder Paprika, eingenommen werden. Vitamin C ist in der Lage, die Verwertung von Eisen durch den Körper um ein vielfaches zu steigern. Somit muss Vitamin C in der empfohlenen Tagesdosis immer als Zuspieler bedacht werden, wenn die Eisenspiegel schnell angehoben werden sollen.

Eisenbedarf in Zahlen

Der Mensch verliert täglich geringfügige Eisenmengen über den Urin, den Schweiß sowie abschilfernde Haut- und Schleimhautzellen. Bei Frauen kommen mit jeder Regel­blutung erhebliche Eisenverluste hinzu. Selbige erhöhen sich größtenteils bei denjenigen Frauen, welche häufig an überdurchschnittlich starken Blutungen (Hypermenorrhoe) leiden. So müssen menstruierende Mädchen und Frauen im Idealfall doch zwingend um die Hälfte mehr Eisen aufnehmen, als es die Jungen und Männer ihrer Altersgruppe normalerweise tun.

Während der Schwangerschaft ist die Muttermilch die beste Nahrung für das Kind, denn sie enthält neben Eisen alle notwendigen Nährstoffe zur gesunden Entwicklung. Damit sie optimal zusammengesetzt ist, sollte die Mutter rundum mit Nährstoffen versorgt sein. Nach der Geburt müssen die strapazierten Eisenspeicher der Mutter wieder aufgefüllt werden, denn auch die Blutverluste der Geburt sind ein Grund für den mütterlichen Mehrbedarf an wertvollem Eisen. Dieser Zusammenhang zeigt deutlich, dass Nicht-­Stillende als auch Stillende identische Eisenmengen zu sich nehmen sollten.

„In Deutschland sind zwei Drittel der Frauen bis
50 Jahren mit Eisen unterversorgt, insbesondere die jungen Frauen. Eine sehr ungünstige Situation, da es sich um Frauen im gebärfähigen Alter handelt und ein Eisenmangel beim Eintritt einer Schwangerschaft unerwünscht sowie mit gesundheitlichen Nachteilen verbunden ist.“

Quelle: Nationale Verzehrsstudie II 2008

 

Vorbeugen ist besser als heilen

Anerkannte Ernährungsgesellschaften sowie groß angelegte Verzehrsstudien definieren die Bedarfsgruppen für Eisen unverblümt und eindeutig: Frauen im Alter zwischen 19 und 51 Jahren, Schwangere und Stillende wie auch Veganer- sowie Vegetarierinnen sollten zwingend auf ihren Eisenhaushalt achten.

Um gar nicht erst in eine Mangelsituation zu geraten, müssen die Betroffenen aktiv werden, denn die Therapie von Eisenmangel oder gar Eisenmangelanämien ist bedeutend aufwändiger als eine vorbeugende sogleich tägliche Eisenversorgung mithilfe der richtigen Quellen. Simultan ist es wichtig, eine ärztlich betreute Blutuntersuchung zu veranlassen und aufgrund dieser zu erkennen, wie gut oder schlecht es um die Eisenversorgung des eigenen Körpers steht.

Die Natur hat für den erhöhten Eisenbedarf in der Schwangerschaft vorgesorgt, denn Schwangere können aus der Nahrung drei- bis fünfmal so viel Eisen aufnehmen, wie Nichtschwangere. Dennoch schafft es die Bedarfsgruppe im Allgemeinen nicht, den erhöhten Bedarf allein über die tägliche Nahrung zu decken. Dadurch, aber erst recht bei einem bereits eingetretenen Eisenmangel, empfiehlt sich die tägliche Nahrungsergänzung durch ein hochwertiges Eisenpräparat.

Aber welches Eisenpräparat ist dafür die richtige Wahl und worauf muss speziell bei der Auswahl der Rohstoffe und Kombinationen geachtet werden?

Eisen und Nahrungsergänzungsmittel

Unsere Nahrung enthält Eisen in verschiedenen Formen, wobei das tierische Eisen vom menschlichen Körper besser verwertet werden kann, als pflanzliches. Fleisch und Fisch enthalten zweiwertiges Eisen, welches im Magen-Darm-Trakt löslich ist und damit leicht in das Blut übergehen kann. Pflanzliches Eisen dagegen liegt als unlösliches, dreiwertiges Eisen vor, was bedeutet, dass der Körper dieses erst nach der Umwandlung in die lösliche zweiwertige Form wirklich nutzen kann.

Auch für Eisen in Nahrungsergänzungsmitteln gilt, dass zweiwertiges Eisen für den menschlichen Körper besser verwertbar ist als dreiwertiges. Ein Beispiel hierfür ist das organische Eisen-II-Fumarat. Bestmöglich bekömmlich verursacht es angesichts seiner schrittweisen Auflösung nach der Aufnahme weniger Nebenwirkungen und verhält sich wie ein langsam (eisen)freisetzendes Präparat (ähnlich einer Retardwirkung). Aufgrund dieser Eigenheit verhindert es Reizungen des Magen-Darm-Traktes, Übelkeit oder gar Erbrechen und sorgt dafür, dass das Eisen im Körper verweilt sowie dahingehend kein schwarzer Stuhl entsteht. Darüber hinaus reduziert sich der typisch metallische Eigengeschmack des Eisens im Gegensatz zu einem dreiwertigen Eisen, was die Einnahmequalität für jede Frau spürbar verbessert.

Können Nahrungsergänzungsmittel wirksam unterstützen?

Vor allem bei einem festgestellten Eisenmangel in Folge bestimmter Lebenssituationen, Krankheiten, Ess- oder Lebensgewohnheiten bietet sich die tägliche Verwendung eines hochwertigen Nahrungsergänzungsmittels eindeutig an. Neben der ausgewogenen Ernährung ist bei Ergänzungsmitteln die richtige Eisenverbindung entsprechend eines zweiwertigen Eisenfumarates unabdingbar, denn nur dieses wird vom Körper ideal aufgenommen und problemlos vertragen. Daneben steigert sich die Wirksamkeit des Eisens punktuell, wenn mit zusätzlichen Vitaminen eine beschleunigte Eisensättigung stattfindet. Insbesondere die Vitamine B12 sowie C können dank anerkannter Studienlage diesem Anspruch gerecht werden, denn sie erhöhen die Eisen­aufnahme, tragen zu einer normalen Bildung roter Blutkörperchen bei und unterstützen die Bildung des lebenswichtigen Blutfarbstoffes Hämoglobin.

Die orale tägliche Eisengabe in Form eines Direktpulvers hat anstelle anderer Darreichungen (Hartkapseln oder Tabletten) Vorteile, denn sie ist mit natürlichen Inhalten nebenwirkungsfrei, optimal verträglich und vor allem im Eisengehalt standardisiert. Sonach wirkt ein Direktpulver bereits in der Mundschleimhaut mit verlässlicher Menge und kann an den jeweiligen Bedürfnissen oder ärztlichen Empfehlungen exakt angepasst werden. Jene sicheren Vorteile können über die tägliche Nahrung auf Dauer und in dieser Form nicht abgerufen werden. Konzentrierte Nahrungsergänzungen mit Eisen, Vitamin B12 und C über einen präzisen Zeitraum eingenommen geben Halt, tragen schnell zur Besserung der Mangelzustände bei, bringen den Eisenhaushalt zuverlässig ins Gleichgewicht und schützen den Körper in vielen Lebenslagen wie eine eiserne Ritterrüstung.

Bauen Sie eine starke Abwehr auf, an der alle Angreifer abprallen. Trotzen Sie jeder Attacke mit dem richtigen Eisenprodukt und schützen Sie Ihre körperliche Gesundheit für mehr Sicherheit, Standfestigkeit und Stabilität.

 

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